Psychotherapie bei Burnout

Psychotherapie, hat sich bei anhaltendem beruflichen Stress und Burnout-Konstellationen als hilfreich erwiesen. Die Behandlung kann ambulant, oder falls nötig auch in einer Klinik stattfinden.

Ziel ist es, günstigere Strategien im Umgang mit den aktuellen Belastungen zu erlernen, das Selbstbewusstsein zu stärken und realistische Perspektiven zu finden. Sie lernen zum Beispiel, ihre Gefühle deutlicher wahrzunehmen und auszudrücken. Sie trainieren, sich gegen Druck von außen zu besser behaupten. Sie üben Konflikt- und Stressbewältigung. Aber auch der Austausch mit anderen Betroffenen kann helfen, zum Beispiel im Rahmen einer Gruppentherapie.

Letztlich geht es darum, eigene Verhaltensweisen, die zur Überlastung und Überforderung beigetragen haben, zu verändern. Betroffene müssen sich dabei allerdings klar machen, dass ihr Verhalten auch scheinbare Vorteile für sie hatte. Auf diese müssen sie zunächst verzichten.

Zwei Beispiele:

Wer sich stets akribisch auf eine Arbeit vorbereitet hat, wird sich bei weniger ausführlicher Vorbereitung erst einmal unsicher fühlen.
Wer bislang Konflikten mit Vorgesetzen aus dem Weg gegangen ist, muss diese Konflikte austragen, die Spannung aushalten und eine akzeptable Lösung finden – bis er schließlich in den Genuss seiner veränderten Strategien kommt.

Wer bewussst auf die Vorteile seiner bisherigen Muster verzichtet, wird anfangs mit erhöhter Anspannung und einer Zunahme von Beschwerden rechnen müssen. Langfristig sinnvolle Veränderungen tun kurzfristig oft weh. Deshalb fallen den meisten Menschen Veränderungen schwer.