Für Burnout gibt es keine Standard-Therapie. Die Behandlung muss zum Patienten und seiner Lebenssituation passen. In leichten Fällen ist mit Stressbewältigung, Zeitmanagement, Entspannungstechniken und der Klärung eigener Ziele oft schon viel zu erreichen:
Erwartungen überprüfen: Es kann helfen, die eigenen Motivationsgründe genauer unter die Lupe zu nehmen – und unrealistische Erwartungen aufzugeben. Statt zu sagen „das schaffe ich ja doch nie“, sollten Burn-out-Betroffene unter Anleitung üben, erreichbare Ziele zu definieren und sich selbst darin zu bestärken.
Arbeitssituation verändern: Möglicherweise lässt sich im Job doch das eine oder andere verbessern. Vielleicht hilft es, sich intensiver mit den Kollegen auszutauschen. Manche Aufgaben sind eventuell im Team zu lösen oder können abgegeben werden. Eine Weiterbildung sorgt manchmal für neue Motivation. Je nach Fall ist auch der Wechsel in einen neuen Aufgabenbereich denkbar. Allerdings bietet die Arbeitsmarktsituation hier nicht immer Spielräume.
Stress-Bewältingungsstrategien verbessern: Wie kann ich souverän mit Konflikten umgehen, wie mich angemessen abgrenzen? Oft sind es eigene Muster, die den erlebten Stress zusätzlich hochtreiben, etwa: „Mache keine Fehler, sonst bist du ein Versager“, „andere müssen mich mögen“, „Scheue Unsicherheit und Risiko“… Im Rahmen von Coaching und Therapie lassen sich solche Muster „entschärfen“ und alternative Strategien einüben.
Pausen einplanen: Menschen, die sich ausgebrannt fühlen, sollten für regelmäßige Erholungspausen sorgen – ausreichend Freizeit am besten fest in den Terminplan einbauen. Auch zwischendurch kann man sich immer wieder einmal für ein paar Minuten mit schönen Dingen ablenken – mit Musik, Fotos von Familie oder Freunden, oder einfach dem Blick ins Grüne. Entspannungstechniken helfen, Stress abzubauen, beispielsweise autogenes Training, progressive Muskelrelaxation.
Soziales Netz stärken: Partner, Freunde oder Familie können Rückhalt geben.
Gesund leben: Wer auf eine ausgewogene Ernährung und feste Schlafenszeiten achtet, und sich regelmäßig bewegt, stärkt den Körper und das eigene Wohlbefinden.
Bei Stress haben Sie mehrere Möglichkeiten, um diesen zu reduzieren bzw. zu bewältigen. Eine sehr beliebte Methode ist die „Progressive Muskelrelaxation (PMR)“. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat eine Audio-Anleitung (mp3-Format) zum einfachen Anhören und Mitmachen aufbereitet.
Download von der ÖGK:
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